Katholische Religionslehre

Was die Hoffnung der Auferstehung in Pandemiezeiten auslösen kann

Osteraktivitäten der KSJ am Gymnasium

Die KSJ-ler sind beim Onlinebastel-Abend für die Ostergrußkarten fürs Rosenium-Seniorenheim in Freyung eifrig dabei. (Foto: Felix Binder)

 

 

Die Stadtgruppe des Schülerverbandes Katholische Studierende Jugend (KSJ) am Gymnasium ließ sich von Ostern zu zwei Aktivitäten inspirieren. Sie veranstaltete für ihre Mitglieder eine virtuelle Ostereiersuche und sie bastelte für Bewohner im Rosenium-Seniorenheim in Freyung Karten mit Ostergrüßen.

An Ostern feiert die Christenheit ihr wichtigstes Fest: Jesus Christus ist auferstanden. Seine Anhängerinnen und Anhänger begegneten ihm mehrfach und wurden dadurch völlig verwandelt. Sie überwanden alle ihre Trauer über den schrecklichen Tod Jesu und verkündeten aller Welt ihre frohe Botschaft: Jesus Christus hat den Tod überwunden – allen irdischen Widerständen und Enttäuschungen zum Trotz.

Von diesem Mut machenden und Hoffnung stiftenden Kern des Osterfestes ließ sich auch die Freyunger KSJ anstiften. Die Pandemiezeiten sind schwierig und machen auch der KSJ zu schaffen: der Lockdown, sein immer noch nicht absehbares Ende, die Einschränkungen bei Begegnungen mit lieben Verwandten und Bekannten, weiter steigende Inzidenzzahlen, Ausgangsbeschränkungen, Distanzunterricht, nur noch digitale Veranstaltungen in er KSJ usw. usf. „Da kommt die Hoffnung des Osterfestes gerade Recht, die alle Niedergeschlagenheit und alles Leid in der Welt überwindet und auch uns dazu anstecken will, uns zu freuen und andere Menschen an dieser Freude teilhaben zu lassen“, meint Marcus Güll-Uhrmann, Religionslehrer, Beauftragter für Schulpastoral am Gymnasium und geistlicher Beistand der KSJ. Von dieser Hoffnung ließ sich auch die Freyunger KSJ zu zwei Aktivitäten anstecken.

Ein Ausdruck der österlichen Freude war die erste Aktion, die digitale Ostereiersuche. Die alljährliche und beliebte Ostereierrallye für alle Schüler im Gymnasium am letzten Schultag vor den Osterferien konnte heuer wegen Corona nur als virtuelles Gewinnspiel stattfinden. Außerdem konnten nur KSJ-ler, Mentoren, Tutoren und die sogenannten Oldies, Studenten in der KSJ, daran teilnehmen.

Die Stadtgruppenleitung, der Vorstand der KSJ, bestehend aus Felix Binder, Verena Heindl, Lea Kremsreiter, Lisa Pauli und Kjell Prent, versteckte schon während der Fastenzeit immer wieder Ostereier und Osterwünsche in Form von Bildern, Logos, Fotos, Gemälden usw., aber auch in Form von Wörtern an passenden und vor allem auch unpassenden Stellen in allen digitalen (!) Kanälen der KSJ, z. B. auf der Homepage, in Sitzungsprotokollen, in Einladungen usw. Jeder Teilnehmende sollte eine Liste anlegen und alle Ostereiertreffer, ihren Fundort (z. B. Homepage) und das Datum notieren. Die ersten Fünf, die die meisten Ostereier bzw. Osterwünsche gefunden haben und dabei viel Spaß hatten, bekommen einen Osterüberraschungspreis.

Dass man diese Freude auch an andere Menschen weitergeben soll, denen es an Ostern nicht so gut geht, dazu diente die zweite Aktivität, die Solidaritätsaktion zu Ostern. Ziel war es, Karten mit Ostergrüßen selbst zu basteln und sie an Bewohner im Seniorenheim Rosenium in Freyung zu addressieren. Die Ideen dafür entwickelte ein Vorbereitungsteam, das sich aus Johanna Alberth, Saskia Eiler, Lea Eisenhofer, Friederike Kuschel, Lucia Luksch, Julia Riedl und Rebekka Seidl unter der Leitung von Verena Heindl und Lea Kremsreiter zusammensetzte.

Dieses Team lud alle KSJ-ler zu einem Onlinebastel-Abend ein und stellte ihnen bei Bedarf auch die benötigten Bastelmaterialien zur Verfügung. Die fertigen Karten sollen dann ans Rosenium übermittelt werden. Verena Heindl und Lea Kremsreiter erläuterten dazu: „Wir wollen gerade den Menschen im Seniorenheim, die das Osterfest wahrscheinlich alleine verbringen müssen, eine kleine Osterfreude ermöglichen.“ Schließlich nahmen insgesamt 2o KSJ-ler an dieser Aktivität teil und bastelten virtuell um die Wette. In der Karwoche werden die Ostergrußkarten schließlich im Rosenium abgegeben und den Adressaten zugestellt.

 

Marcus Güll-Uhrmann (März 2021)