Schuljubiläum

SCHULJUBILÄUM: "WAS? SCHON 50?"

 

KUNST-WORKSHOP "FRAGEN AN DAS WASSER..." MIT FRIDHELM KLEIN (Künstler und Prof. em. der Akademie der Bildenden Künste, München)

26. und 27.02.2015, Kunsträume

Ohne Wasser keine Bilder... (Fridhelm Klein)

Im Rahmen des Jubiläums durfte Schulleiterin Barbara Zethner am 26. und 27.02.2015 im Gymnasium Freyung die Teilnehmer des Kunst-Workshops mit Prof. Fridhelm Klein begrüßen. Eine spannend gemischte Truppe von Schülern, Eltern und Lehrern fand sich für zwei Tage in den Kunsträumen der Schule ein. In entspannter Atmosphäre ging es mit Pinsel, Pigment und viel Wasser ans Werk.

Fridhelm Klein gab verschiedene formale Impulse und begleitete den bildnerischen Prozess individuell. Von ersten briefmarkengroßen Aquarellen bis hin zu größeren Panorama-Arbeiten konnten die Teilnehmer im Wechselspiel zwischen Kontrolle und Zufall bildnerische Abenteuer durchleben. Gutgelaunte Tischnachbarn und ein aufmerksamer Workshopleiter sorgten dafür, dass Wasser und Pigment stets im Fluss blieben. Es entstanden sowohl ungegenständliche, verdichtete Strukturen als auch figurative Arbeiten. Die Veranstaltung endete aber nicht mit dem Weglegen von Pinsel und Farbe, sondern mit der gemeinsamen Einnahme von zweierlei leckeren Suppen ("Geschmacksstoffe in Wasser") sowie der intensiven Besprechung aller entstandenen Wasserbilder. Prof. Fridhelm Klein (geb. 1938 in Berlin) ist Künstler und war von 1969 bis 2004 Professor für Experimentelles Spiel und Medien an der Akademie der Bildenden Künste München, hatte Ausstellungen, Workshops und Seminare im In- und Ausland, und war Gastdozent an verschiedenen Hochschulen. Schwerpunkt der eigenen künstlerischen Arbeit: Umgang mit Natur, Kunst und Kommunikation. Professor Klein lebt und arbeitet in München und auf Kreta.

Die Kunstlehrer des Gymnasiums Franz Häuslmeier und Fred Widl freuten sich über die rege Teilnahme und sorgten auch im „Backstage- und Catering Bereich“ für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

 

VORTRAG VON BILL MOELLER (US-Generalkonsul, München)

21.10.2014 Atrium Gymnasium

Thema: "Die Renaissance der deutsch-amerikanischen Beziehungen"

Seit September 2012 ist Bill Moeller amerikanischer Generalkonsul in München. Von März 2011 bis Juni 2012 war er Direktor für mittel- und nordeuropäische Angelegenheiten im Nationalen Sicherheitsrat. Vor dieser Tätigkeit im Weißen Haus arbeitete er von September 2010 bis Februar 2011 als "Pearson Fellow" im Kongress. Von 2007 bis 2010 leitete er die Abteilung für politisch-militärische und auswärtige Angelegenheiten in der US-Botschaft in Berlin. Vor seiner Ankunft in Berlin verbrachte Bill Moeller ein Jahr in Afghanistan. Zunächst vertrat er das US-Außenministerium im von Deutschland geleiteten regionalen Wiederaufbauteam (PRT – Provincial Reconstruction Team) in der nordöstlichen Provinz Kundus. Danach hatte er eine Position als politischer Berater im PRT-Büro des ISAF-Hauptquartiers in Kabul inne. In den Jahren 2002 bis 2005 war er in der politischen Abteilung der amerikanischen Vertretung bei der NATO tätig. Von August 2003, als die NATO das Kommando über die ISAF übernahm, bis Juli 2005 war er dort außerdem Einsatzleiter für den Bereich Afghanistan. Von 1999 bis 2002 leitete Bill Moeller sowohl die politische als auch die konsularische Abteilung der US-Botschaft in Reykjavik, Island. Zuvor war er von 1996 bis 1998 Handelsbeauftragter der US-Botschaft in Caracas, Venezuela. Seine Karriere im Auswärtigen Dienst begann 1993 mit einer Entsendung an die US-Botschaft in Dublin, Irland, wo er zunächst in der konsularischen Abteilung arbeitete. Später begleitete er den Friedensprozess in Nordirland in der politischen Abteilung. Bevor Bill Moeller in den Auswärtigen Dienst eintrat, war er für das "Bureau of Intelligence and Research" (INR), den Nachrichtendienst des US-Außenministeriums in Washington D.C., als leitender Analytiker in Fragen der Europäischen Gemeinschaft/ Europäischen Union tätig. Von 1990 bis 1992 kam er als sogenannter Presidential Management Fellow im Rahmen eines Praktikums im US- Außenministerium an verschiedenen Orten zum Einsatz; unter anderem arbeitete er an der US-Botschaft in Bonn als Referent für politische und militärische Angelegenheiten an Aspekten rund um das NATO Truppenstatut. Von 1984 bis 1988 war Bill Moeller Offizier im Dienste der US-Armee. Die meiste Zeit war er mit dem ersten Bataillon der zehnten Einheit der "Special Forces" in Bad Tölz stationiert. Bill Moeller hat einen Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaft und Zeitungsjournalismus von der Syracuse Universität in Syracuse, New York (1984), und einen Master-Abschluss in Internationalen Angelegenheiten (MIA) von der Columbia Universität in New York City (1990). Seine Frau Nancy und er haben drei Kinder. In seiner Freizeit geht er gerne Wandern, fährt Ski und spielt Basketball. Sofern er Zeit dazu findet, verfolgt er auch die Spiele der "Syracuse University Orangemen," der Basketball-Mannschaft seiner ehemaligen Universität.

 

VORTRAG VON WOLFGANG HERLES (Journalist, ZDF)

30. September 2014, Atrium

Thema: "Die konformistische Gesellschaft - was unsere Demokratie schwächt"

Wolfgang Herles wurde im niederbayerischen Tittling geboren und wuchs in Lindau (Bodensee) auf. Er legte 1971 sein Abitur am Bodensee-Gymnasium Lindau ab.Von 1975 bis 1980 war Herles als freier Hörfunkjournalist für den Bayerischen Rundfunk als Korrespondent in Bonn tätig und studierte parallel an der Universität München Germanistik (Neuere Deutsche Literatur), Geschichtswissenschaft und Psychologie. Herles arbeitete ab 1980 er als Redakteur für Report München, Tagesschau und Tagesthemen. 1984 erfolgte der Wechsel zum ZDF, wo er als stellvertretender Hauptredaktionsleiter Innenpolitik die Konzeption und Moderation der Politmagazine „Bonn direkt“ und „Was nun, Herr ...“ übernahm. Von 1987 bis 1991 war Herles Leiter des ZDF-Studios in Bonn. Bis 1996 moderierte er die ZDF-Talkshow „live“ und erstellte zahlreiche Filmporträts von Managern wie Bill Gates, Ferdinand Piëch u.v.a. Seit 2000 ist Wolfgang Herles Redaktionsleiter und Moderator der ZDF-Kultursendung aspekte, zudem moderiert er die Bücher-Sendungen „Schrifttypen“ (3sat) und „auf den Punkt“ (Phoenix). 2011 startete im ZDF eine neue Literatursendung mit Wolfgang Herles: Das blaue Sofa.

 

FESTAKT

26. September 2014, Kursaal Freyung

Begrüßung von Schulleiterin Barbara Zethner

Festrede von Staatssekretär Bernd Sibler (Bay. Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Wissenschaft und Kunst, auf dem Foto mit Schulleiterin Barbara Zethner)

Grußworte von:

Ltd. OStD Anselm Räde, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Niederbayern

Sebastian Gruber, Landrat des Landkreises Freyung-Grafenau

Dr. Olaf Heinrich, Bürgermeister der Stadt Freyung

Erwin Marx, Elternbeiratsvorsitzender

OStD i.R. Hans Mindl, ehemaliger Schulleiter des Gymnasiums Freyung

Podiumsbeitrag/Gesprächsrunde früherer Schülerinnen und Schüler

Teilnehmer: Peter Biber, Michael Hinterdobler, Dietmar Hofmann, Dr. Maria Rothhammer, Karin Weigerstorfer (Moderation Landrat Sebastian Gruber, Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich)

musikalische Umrahmung durch die Bigband des Gymnasiums Freyung unter der Leitung von Claudia Amberger

 

EHEMALIGENTREFFEN

27. September 2014, Gymnasium Freyung

Führungen im Schulhaus, Projekte der SMV, offene Bühne und Bewirtung

Eckpunkte:

Frühschoppen mit Musik, Begrüßung durch Schulleiterin Fr. Zethner, Kaffee, Cocktailbar, Buffet

Programm in der Aula:

Freyunger Akkordeonorchester, Salonmusik: von „Puzta-Fox“ bis „Millermoaler Tango” (Dr. Josefine Sedlmayr; Abi 1978 – 2014), Streich-Quartett: Mozart: „Quartett in C-Dur (KV 157)” (Dr. Josefine Sedlmayr; Abi 1978 - 2014), Pianistin Tatiana Sverko, Preisverleihung des Schreibwettbewerbs, Preisverleihung des LehrerInnen-Raten-Wettbewerbs, SMV: Alte und neue Schulmethoden, Schulband „The Silent Bottleneck“ (Christian Binder, Walter & Wolfgang Lahoda, Andreas & Norbert Promberger; Abi 1989-94), Erste Schulband „One Foot In The Grave“ (Dr. Reinhard Seitz, ...), Gitarrist Alex Treml (Abi 2014)

Auswahl weiterer Programmpunkte:

Abholung der Facharbeiten, stündlich Führungen durch die Schule und naturwissenschaftliche Fachräume, Kunst- und Musikräume, Kinderbetreuung, Fotoshooting, Videos & Fotos von Skilager, Romfahrten, Adventuredays & Frankreichaustausch

Ausstellungen:

Erdgeschoss Gang Schüleraustausch mit der Partnerschule in Lagny / F

 

VORTRAG VON SUSANNE AIGNER-DREWS

10. Juli 2014, Thema: "Von Männerwelten und Mädchenträumen"

Am 10. Juli war Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin von Discovery Networks Germany (München), am Freyunger Gymnasium zu Gast. Mit ihr wurde die Ringvorlesung zum 50. Geburtstag des Gymnasiums weitergeführt. Sie gab, auch anhand von Fernseh-Trailern sowie Ausschnitten aus Sendungen, einen authentischen Einblick in den Alltag einer Fernsehmanagerin.

Susanne Aigner-Drews, die 1989 am Gymnasium Freyung ihr Abitur ablegte, verantwortet als Geschäftsführerin von Discovery Networks Deutschland die Sender DMAX, TLC, Discovery Channel und Animal Planet in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die 44-jährige Managerin arbeitet seit 16 Jahren in leitenden Funktionen in der Medienbranche. Zuvor war sie unter anderem Bereichsleiterin Marketing und Vertrieb bei Sport 1 (ehemals DSF) und Geschäftsführerin der Mediaagentur Media Plan.

 

VORTRAG VON GREGOR STAUB

26. Juni 2014, Atrium

Im Rahmen der Ringvorlesung anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Gymnasiums war der bekannte Schweizer Gedächtnistrainer Gregor Staub am 26. Juni 2014 zu Gast an unserem Gymnasium. In vier verschiedenen Vorträgen richtete er sich an die Schüler in zwei Gruppen am Vormitag, an die Lehrer am Nachmittag und an Eltern und sonstige Interessierte am Abend. Viele Tricks und Strategien zum effizienteren Lernen und Steigern der Gedächtnisleistung konnte man lernen und selbst erleben.

„Wer ist bereit, sich die nächste Stunde wie ein 4-Jähriger zu fühlen?“ – Gregor Staub, der Schweizer Gedächtnistrainer, setzt auf Neugier, auf Spaß am Lernen. Für eine Anstrengung von 7 Stunden „und dann regelmäßig weiterlernen“ verspricht er eine Potenzierung der jeweils persönlichen Gedächtnisleistung. Eigentlich eine verlockende Vorstellung! Im Rahmen unserer Ringvorlesung zum 50-jährigen Schuljubiläum beehrte uns Gregor Staub mit seinen motivierenden Lerntricks: „Wenn ich es weiß, freue ich mich, wenn ich es nicht weiß, freue ich mich auch, ich habe den Fehler gefunden und kann ihn korrigieren! – Also gibt es nur einen Zustand, ich freue mich!“ – Für Gregor Staub die Voraussetzung für erfolgreiches Lernen, was er glaubhaft Eltern, Lehrern und Schülern vermittelte. In vier Jahren will er uns erneut besuchen – bis dahin wissen wir, ob wir zu derartiger Leistung bereit sind und wie weit sie sich lohnt! In guter Hoffnung auf eine Steigerung der Gedächtnisleistung

B. Zethner, Schulleiterin

LESUNG DES SCHRIFTSTELLERS AXEL HACKE (in Zusammenarbeit mit Buchhandlung Lang)

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Gymnasien Waldkirchen und Freyung las der bekannte Journalist und Schriftsteller Axel Hacke (*1956 in Braunschweig) am 3. Juni aus seinen sehr humorvollen und äußerst empfehlenswerten Werken.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Gymnasien Waldkirchen und Freyung las der bekannte Journalist und Schriftsteller Axel Hacke am 3. Juni 2014 aus seinen humorvollen Werken. Bekannt wurde Hacke mit Büchern wie Der kleine Erziehungsratgeber, Wumbabas Vermächtnis, Hackes kleines Tierleben u.v.a. Die Lesung fand in bester Atmosphäre und vollbesetzt (140 Zuhörer!) in der Buchhandlung Lang in Freyung  statt. Das Gymnasium bedankt sich an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit!

KUNSTAUSSTELLUNG: SAMMELN VERBINDET – Museum collections make connections

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen "50 Jahre Gymnasium Freyung“ und "Internationaler Museumstag" war vom 18. Mai bis 17. Juli 2014 die Sonderausstellung  "Sammeln verbindet" zu sehen.

Zu sehen waren verschiedene bildnerische Arbeiten (z.B. moderne Hinterglasbilder, Modelle von Stichsägen und Akkuschraubern, kleine Rechen aus Holz, Traktorminiaturen aus Styrodur u.a.) von Schülern des Gymnasiums Freyung zum Thema „Sammeln“ im Kontext der Exponate des Wolfsteiner Heimatmuseums. 

Bulldog, Fürbank und Hinterglasbilder – Sammeln verbindet

Museen stellen nicht nur aus, sondern Museen sammeln. Das können römische Marmorskulpturen sein, barocke Gemälde, historische Waffen, alte Automobile oder auch Heugabeln, Holzschuhe, Krauthobel und Bitzelbänke. Gäbe es keine Museen, gäbe es auch all diese Gegenstände nicht mehr. Ob Kunst oder vermeintlicher Krempel, immer erzählen die Gegenstände auch eine Geschichte, unsere Geschichte. Im Falle des Schramlhauses ist es die Geschichte vom Wohnen, Leben und Arbeiten im Bayerischen Wald. Die vielen dort beheimateten Objekte nahmen sich die Schüler des Gymnasiums Freyung in diesem Schuljahr zum Anlass eigener bildnerischer Arbeiten. Das passt, weil mittlerweile nicht nur das Schramlhaus eine Freyunger Institution mit Geschichte ist, sondern auch das Gymnasium Freyung. 50 Jahre gilt es in diesem Jahr zu feiern. So konnte im Mai feierlich die Ausstellung „Sammeln verbindet“ im Rahmen des internationalen Museumstages und des Schuljubiläumsjahres eröffnet werden. Kreisheimatpfleger Gerhard Ruhland sprach das Eröffnungswort und Lukas Eider spielte auf, während sich in Stube und Flez die zahlreichen Besucher drängten. Lob und Anerkennung gilt den unzähligen Schülern der Unter- Mittel- und Oberstufe, unter deren fleißigen Händen liebevolle Miniaturen historischer und aktueller Objekte mit Heimatbezug entstanden waren. Dank gilt für die perfekte Zusammenarbeitet dem Tourismusamt Freyung und Herrn Raab, dem „Hausl“ im alterwürdigen Schraml-Anwesen.

 

Franz Häuslmeier

 

VORTRAG VON PROF. HARALD LESCH

Am 19. Mai starteten wir unsere Ringvorlesungsreihe im Rahmen des Schuljubiläums mit dem bekannten Astrophysiker und Fernsehmoderator Prof. Harald Lesch ("Abenteuer Forschung", "Leschs Universum" u.a.). Das Thema des höchst informativen und gleichzeitig sehr unterhaltsamen Vortrags lautete: "Was hat das Universum mit mir zu tun?"

Etwas ganz Besonderes hat sich die Schulfamilie des Gymnasiums Freyung einfallen lassen, um das 50-jährige Bestehen zu feiern. Mit einem interessanten und abwechslungsreichen Programm wird über das ganze Jubiläumsjahr verteilt dieser runde Geburtstag gefeiert.

Ein Teil dieses Programms stellt eine Vorlesungsreihe bekannter Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Literatur dar. Der Start zu dieser Reihe erfolgte nun durch den Astrophysiker Prof. Harald Lesch, der einem breiten Publikum auch als Fernsehmoderator etwa der Sendungen „Abenteuer Forschung“ oder „Frag den Lesch“ bekannt sein dürfte. Dieser Abend wurde mitfinanziert durch eine Spende des Fördervereins des Technologiecampus.

Nach der Begrüßung der zahlreichen Interessierten durch Schulleiterin StD Barbara Zethner und der Vorstellung des Referenten durch den Organisator dieser Veranstaltungsreihe, StD Karl Riesinger, startete Prof. Lesch mit einer humorvollen „Standortbestimmung“, in der er „zugab“, kein Bayer, sondern Hesse zu sein und sein Abitur „sogar“ an einer hessischen Gesamtschule abgelegt zu haben.

„Was hat das Universum mit mir zu tun?“ Diese Fragestellung  war der Ausgangspunkt für die Ausführungen von Prof. Harald Lesch. Er referierte im Verlauf seines Vortrags über dramatische Ereignisse im Kosmos und erläuterte, dass eine Reihe von glücklichen astronomischen Zufällen sowohl zur Entstehung unseres Sonnensystems, der Menschheit und letztendlich sogar des Gymnasiums Freyung geführt haben.

Er führte die etwa 300 Zuhörer auf eine faszinierende Reise durch Raum und Zeit. Man müsse sich klarmachen, dass das Universum unglaublich groß und unglaublich leer sei. Nach der nächsten Sonnenfinsternis fragende Außerirdische, die man zufällig auf der Erde antreffe, solle man unbedingt in

Ruhe lassen. Nach ihrer unglaublich langen Reise in ihrem kleinen Raumschiff, „in dem man nicht

einfach mal ein Fenster zum Lüften aufmachen kann“, seien sie ohnehin nur schlecht gelaunt. Mit diesen und ähnlichen Bemerkungen brachte Harald Lesch den Besuchern die komplexen Zusammenhänge zwischen Quanten-, Kern- und Astrophysik sehr unterhaltsam und kurzweilig näher. Auch ohne Powerpointpräsentation „sahen“ die Zuhörer rote Gase, sich verschiebende Spektrallinien, einsame Elektronen und erfuhren ganz nebenbei von den faszinierenden Vorgängen beim Urknall, vom ständig und sich immer weiter expandierenden Universum, aber auch dass wir zu 89 Prozent aus dem Staub eines explodierten Riesensterns bestehen.

Auch seine Begeisterung für die Philosophie ließ Harald Lesch immer wieder einfließen, beispielsweise bei der Frage nach dem Auslöser des Urknalls, bei der Entstehung des Lebens aus toter Materie und er gab in diesem Zusammenhang auch gerne zu, „dass Vieles, was uns Menschen wirklich ausmacht, mit naturwissenschaftlichen Methoden nicht messbar ist.“

Nach dem knapp 90minütigen Vortrag und zahlreichen beantworteten Publikumsfragen verabschiedete das begeisterte und bestens unterhaltene Publikum den Referenten mit einem kräftigen Applaus.

Abgesehen von dieser Vorlesungsreihe kann im Rahmen des Jubiläumsjahres seit dem 18. Mai eine

Ausstellung von Schülerarbeiten der Fachschaft Kunst des Gymnasiums Freyung im Schramlhaus besichtigt werden. Diese steht unter dem Motto „Sammeln verbindet“ und gehört zu einer Reihe von Veranstaltungen des „Internationalen Museumstags 2014“.

 

A. Schewiola/M. Gibis