GeoCompass-Vortrag in Passau

 

Vor kurzem bekamen die 10. Klassen des Gymnasiums Freyung sowie anderer Schulen in der Region die Möglichkeit, an einem Vortrag von Michael Martin teilzunehmen, der seit mehr als 40 Jahren die Wüsten der Erde bereist und zum Beispiel seit 2010 auch für den Spiegel fotografiert. Diese Bilderschau über die Kälte- und Trockenwüsten der Erde fand vor fast 500 Schülern an der Universität Passau statt.

 

Dabei nahm der Globetrotter die erstaunten Jugendlichen mehrfach mit um die Erde: Erst entlang des nördlichen Polarkreises, dann über die beiden Wendekreise immer weiter südlich bis zum Kältepol der Erde in der Antarktis. Der Vortrag war mit unglaublichen Bildern ausgestattet, die dieser Fotograf auf seinen vielen Reisen gemacht hat. Innerhalb von fünf Jahren bereiste er gemeinsam mit seiner damaligen Partnerin Elke Wallner alle Wüsten der Erde. Eines seiner größten Anliegen dabei war die Sorge um den Umweltschutz sowie die Auswirkungen der Globalisierung. So traf er zum Beispiel während seiner Reisen auf zahlreiche Nomaden und er erzählte, dass viele gewaltsam gezwungen würden, sesshaft zu werden. Außerdem sähen viele Menschen seiner Meinung nach Wüsten nur als menschenfeindlichen Rohstoffbeschaffungsort, dabei seien sie so viel mehr. Dies konnten die Schüler am Ende der eindrucksvollen Bilderflut nur dankend bestätigen. 

 

Isabell Stadler (Klasse 10C)

 

Fotos: GeoCompassVortrag

 


Sportliche Woche in der Sportwelt Amadé

 

Das Gymnasium Freyung im Skilager

 

Auf eine einzigartige Skiwoche können die SchülerInnen der 8. Klassen des Gymnasiums Freyung zurückblicken. Bei zumeist strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen fuhren die „Skilehrerinnen“ Sonja Reischl, Evi Stangl, Nicole Angermeier sowie die männlichen Begleiter Markus Klapper, Wolfgang Fischer und Organisator Thomas Fuchs mit ihren Gruppen z.T. weit über 100 Streckenkilometer rund um die Skigebiete in Altenmarkt/ Zauchensee/ Schladming/ Kleinarl.

 

War der erste Skitag am Bifang in Altenmarkt noch von Strapazen der Anfahrt und z.T. schwierigen Pistenverhältnissen geprägt, zeigten die folgenden Skitage die besten Seiten der Skiwelt Amadé. Zwar befand man sich in Zauchensee in „Begleitung“ vieler britischer und niederländischer Skifans, dagegen konnten sich die Schülerinnen auf den Pisten in Flachauwinkel und Schladming so richtig austoben. Ein sehr positiver Nebeneffekt des schönen Wetters war zudem, dass es in der gesamten Woche zu keinerlei (!) krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen kam. Die abendlichen Programmpunkte umfassten die Lawinenproblematik, gemeinsame Spiele und Gruppenwettkämfe sportlicher sowie kreativer Art. Dabei stach besonders die Gruppe von Nicole Angermeier heraus, die sich mit einem Text zur Melodie des Backstreet boys songs „I want it that way“ mit viel Ironie charakterisierte. Der Höhepunkt des gemeinsamen letzten Abends war ein Chor – unter der Gitarrenbegleitung von Markus Klapper – der Wolfgang Ambros „Skifoahrn“ und Hannes Ringelstetters „Niederbayern“ zum Besten gab.

 

Besonders hervorzuheben ist noch das ausgesprochen harmonische Klima und so ging es nach fünf Tagen mit viel frischer Luft, aber nicht gar zu viel Schlaf zum Verdruss vieler Schüler schon wieder Richtung Heimat.

 

Wolfgang Fischer (2020)

 

Bild 1: (alle Fotos von Wolfgang Fischer): Organisation ist alles: gemeinsames „Anpacken“ beim „Auspacken“
Bild 2: Skifaohrn is des leiwandste ...
Bild 3: „Niederbayern“ in Altenmarkt


Kultur, Kunst und die Q11 – Ein Reisebericht

 

Wer schon einmal etwas von Goethe oder Schiller gehört hat, kennt sicher auch den Namen ihrer Heimatstadt Weimar. Sie ist lediglich um etwa 13000 Einwohner größer als Passau und hat trotzdem eine herausragende Rolle in der deutschen Geschichte der letzten 250 Jahre gespielt. Sie ist ein kulturelles Zentrum unseres Landes, eine Art Brennpunkt der Kreativität. Hier lebten große Köpfe aus verschiedenen Bereichen der Kunst, wie Bach, Goethe, Schiller, Liszt oder Anna Amalia scheinbar Tür an Tür. Auch politisch war der Ort früher von großer Bedeutung. Er war nicht nur die Landeshauptstadt Thüringens, sondern auch Gründungsort der Weimarer Republik, der ersten demokratischen Staatsform auf deutschem Boden. Nicht zu vergessen ist hier als Negativbeispiel jedoch auch die NS-Zeit, in der das Konzentrationslager Buchenwald - nur wenige Kilometer von der Innenstadt entfernt - auf einem nahegelegenen Berg errichtet wurde.

 

Wie jedes Jahr machte sich die Q11 des Gymnasiums Freyung daher auf die Reise nach Nordosten, um die Stadt persönlich kennenzulernen. Durch die gute Verkehrslage auf der Autobahn verging unsere Anreise wie im Flug, sodass wir inklusive einer Mittagspause an der Raststätte Frankenwald nur etwa sechs Stunden brauchten. Unsere Unterkunft, das Jugendgästehaus „Maxim Gorki“, lag im Süden der Stadt in einem Vorort und war zweckmäßig eingerichtet. Nachdem wir hier unsere Betten bezogen und unsere Koffer abgestellt hatten, ging es auch schon los mit der Erkundungstour durch Weimar.

 

Zuerst führten uns unsere Lehrer zur Fürstengruft auf dem alten Friedhof. Hier liegen diverse wichtige Persönlichkeiten der Stadt in einem unterirdischen Raum begraben. Die Vorstellung, gerade neben einem Sarg zu stehen, in dem Goethes Gebeine liegen, war irgendwie seltsam, aber doch auch spannend zugleich. Danach gingen wir Richtung Innenstadt, wo wir eine professionelle Führung bekamen. Hierbei wurden uns nicht nur viele wichtige Orte der Stadt gezeigt, wie etwa der Park an der Ilm, das Goethe-Schiller-Denkmal, das Stadtschloss und natürlich der Frauenplan, ein Platz an dem Goethe einst wohnte, sondern wir bekamen auch zahlreiche interessante Fakten und Geschichten über Weimar zu hören. Am Ende der Führung war es bereits dunkel geworden und wir wurden in den Abend entlassen. Wir hatten nun also noch Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Manche Schüler gingen essen, andere kauften Souvenirs und wieder andere gingen lieber zurück in unsere Jugendherberge, um sich auszuruhen.

 

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück direkt weiter. Wir wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt und besichtigten dann in jeweils unterschiedlicher Reihenfolge drei wichtige Museen. Meine Gruppe besuchte zuerst das Bauhausmuseum, welches erst in diesem Jahr eröffnet wurde. Hier lernten wir allerhand über die Arbeiten des Bauhauses und die Künstler, die es hervorbrachte. Danach ging es nach einer kleinen Zwischenmahlzeit am Wochenmarkt weiter zum Goethemuseum, an das auch sein ehemaliges Wohnhaus angeschlossen ist. Hier erfuhren wir viel über sein Leben, seine Werke und seine Reisen sowie über das Haus, in dem er lebte, an sich. Dass man dieses mit einem Audioguide durchschreiten kann, ist natürlich ein klarer Pluspunkt für das Museum. Zudem bringt es einem näher, wie das wohlhabendere Bürgertum zu seinen Zeiten lebte. Gleich im Anschluss suchten wir das Schillerhaus auf, wo uns eine richtige Führung mit Tourguide erwartete. Da er bedeutend ärmer als Goethe war, war auch sein Haus weniger prunkvoll und weitaus kleiner, was jedoch nicht zwingend negativ ist. Mir persönlich hat dieses Haus beispielsweise deutlich besser gefallen, da man hier noch heute den Eindruck hat, jemand würde tatsächlich hier leben und wäre nur während der Führung nicht da. Es wirkt also viel authentischer und weniger wie ein Museum, unter anderem auch deshalb, weil wir live erzählt bekamen, wie Schiller hier lebte und was er wo wann tat. Nach der Tour hatten wir erneut bis etwa acht Uhr Freizeit, allerdings ging es dann nicht zurück in unsere Unterkunft, sondern zum Marktplatz von Weimar.

 

Hier fand sich das absolute Highlight des Tages, nämlich das Cranachhaus, in dem das „Theater im Gewölbe“ zuhause ist. Wir schauten uns das Theaterstück „Johann Wolfgang (74) und Ulrike (19) – Goethes letzte Liebe“ an. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, doch meiner Meinung nach ist dieses 90-minütige Stück wirklich sehenswert. Es ist gut geschrieben, unterhaltsam und der auf einer wahren Begebenheit basierende Stoff ist gut aufgearbeitet. Zudem ist die Atmosphäre im Cranachhaus ziemlich ansprechend und gemütlich.

 

Am Mittwoch neigte sich unsere Klassenfahrt dem Ende zu. Wir standen also auf, packten unsere Koffer, frühstückten noch und saßen dann auch schon wieder im Bus. Jedoch ging es nicht direkt nach Hause, sondern vorher noch zum Konzentrationslager Buchenwald. Dieses liegt mitten in einem Waldgebiet am Ettersberg und bereits die Zufahrtsstraße mit dem gruseligen Namen „Blutstraße“ zeugt noch heute von der damaligen Grausamkeit des Regimes. Diese mussten die Gefangenen nämlich selbst bauen. Wir besichtigten hier nicht nur die Überreste der Baracken und den Appellplatz, sondern auch Todeszellen und das Krematorium des Lagers. Dass es eisig kalt und der Himmel dem November entsprechend grau war, unterstrich die bedrückte Stimmung, die der Besuch bei vielen auslöste. Gegen 12:00 Uhr bestiegen wir dann erneut den Bus, um unsere Heimreise anzutreten, die um kurz nach 18:00 Uhr in Freyung endete.

 

Als Fazit kann man sagen, dass jeder Weimar einmal gesehen haben sollte, da die Stadt trotz ihrer vergleichsweise geringen Größe für alle etwas zu bieten hat, was sich durch ihre wechselhafte Geschichte erklären lässt. Ob man nun wegen der Geschichte, Kunst oder der Kultur in die Stadt kommt, spielt dabei keine Rolle. Wenn man solche Dinge interessant findet, kommt man hier voll auf seine Kosten und daher gebe ich eine klare Reiseempfehlung!

 

Florian Fink (Q11)

 

Foto (Florian Fink): Die Q11 des Gymnasiums Freyung auf den Spuren von Schiller und Goethe in Weimar

 


¡Vamos a Andalucía!

 

An einem Sonntagmorgen startete für 36 Schüler des Gymnasiums Freyung – begleitet von ihren Lehrern Eva Ziegler, Markus Michel und Elke Unrecht – die Reise von München nach Sevilla. Die Schüler verbrachten zwei Tage in der Hauptstadt Andalusiens, in der sowohl altertümliche als auch moderne Wahrzeichen der Stadt besichtigt wurden. Auf dem Programm standen unter anderem der Plaza de España und der Metropol Parasol. Der Aufenthalt in Sevilla fand einen seiner Höhepunkte beim abendlichen Besuch einer Flamenco-Show. Auf der Weiterreise nach Granada wurde in Córdoba die Mezquita, eine Moscheenkathedrale, in der die Verschmelzung der christlichen und arabischen Kulturen deutlich zu sehen ist, besichtigt. In Granada waren die Schüler beeindruckt von der Alhambra, einer großen Stadtburg, die als eines der bedeutendsten Beispiele des maurischen Stils der islamischen Kunst gilt. Abgerundet wurde der Aufenthalt von einem abendlichen Spaziergang durch die Altstadt hin zum Aussichtspunkt Mirador de San Nicolás, von dem aus sich ein wunderbarer Panoramablick auf das Weltkulturerbe eröffnete. In Málaga, dem letzten Reiseziel, konnte am Strand entspannt werden. Die Besichtigung des Picasso-Museums und der Ausblick über die Stadt vom Mirador de Gibralfaro bildeten den Abschluss einer gelungenen Studienfahrt

Am Ende einer lehrreichen und amüsanten Woche stimmten alle Schüler Kevin Rellys Satz einstimmig zu: „Reisen ist immer noch die intensivste Art und Weise, zu lernen.“

 

Jana Fuchs/Jasmin Poxleitner (Q11)

 

 

Fotos (Eva Ziegler) in dieser Reihenfolge:

Metropol Parasol (Sevilla), Plaza de España (Sevilla), Mezquita (Córdoba), Alhambra (Granada), Am Strand (Málaga)